Wir haben hier lange nicht mehr geschrieben, nach der Schriftlichen im September ist Costa Rica als Ziel ausgemacht – Zeit mal wieder in die Tasten zu hauen. Während für Südostasien die fixe Planung aus Hin- und Rückflug bestand, wird das für Costa Rica nicht möglich sein. Daher gibt es jetzt schon mal ein paar Zeilen zur (vorläufigen) Planung. Die Hotels und Stationen sind noch nicht fix., wir haben 19 Nächte – danach muss ich (Lars) fix zurück nach Deutschland und darf in meine Wahlstation wechseln.
Vorab: Costa Rica wird die Schweiz Mittelamerikas genannt, das schlägt sich auch in den Preisen nieder (ein befreundeter Ref bekam einen Kaufkraftausgleich von 15 Prozent), ein günstiges Land ist es nicht unbedingt.
Die Flüge sind gebucht, Air France, leider nur eine alte Boeing 777-200, ab DUS über CDG nach SJO. Vor Ort werden wir uns einen Mietwagen nehmen, zwar sind die Öffentlichen durchaus vorhanden, aber Zeit ist ein Faktor und in Vietnam waren öffentliche Verkehrsmittel auch teilweise suboptimal: man kann halt nicht einfach anhalten, wenn einem der Fleck Erde gefällt.
Zur Reiseplanung vor Ort selber: Costa Rica ist grün und nass. Die bisherige Route führt nach der Landung in San Jose nach Tortuguero, dann zum Gebiet um den Vulkan Arenal, danach in das Gebiet um den Vulkan Ricon la Vieja, danach nach Monteverde, runter zum Manuel Antonio und zum Abschluss fünf Tage in die Drake Bay. Die Überlegung zu den einzelnen Punkten dahinter:
San Jose
Eine Hauptstadt, die man zu schätzen weiß, wenn man dort über einen längeren Zeitraum unterwegs ist – den haben wir nicht und für nur ein, zwei Tage ist die Stadt eher wenig spannend, wir werden hier eher wenig Zeit verbringen.
Tortuguero
Ein Nationalpark im Nordosten Costa Ricas am karibischen Meer. Hier dürften Schildkröten schlüpfen – das haben wir leider 2014 auf Barbados verpasst. Dazu ist der Nationalpark selber sehr interessant, Costa Rica hat eine unfassbare Artenvielfalt, weshalb wir mit Kanus und Kajaks in den Nationalpark möchten.
Arenal
Costa Rica hat einige Vulkane, der La Pas ist leider seit Jahren aktiv und großteils gesperrt. Touristen werden dort über einen Weg hoch- und runtergescheucht, das möchten wir nicht, also geht es zum Wandern nach Arenal. Einige Hotels haben hier Hot Springs, kosten dann aber auch recht ordentlich, mal sehen was es wird. Außerdem gibt es hier in den Urwäldern Ziplining (das mochten wir in Laos sehr). Generell planen wir hier mit mindestens zwei Nächten, eher drei, da man hier hervorragend wandern kann.
Ricon de la Vieja
Ebenfalls ein Gebiet mit viel vulkanischen Aktivitäten, Wandern, Kaffeeplantagen und ein toller Nationalpark.
Monteverde
Hier gibt es Berg-/bzw Nebelregenwälder. Die haben uns in Südafrika am „God’s Window“ vor dem Krüger Nationalpark gefallen. Eine Lodge mit Blick von einem Hügel auf den Regenwald haben wir hier im Auge. Dazu gibt es auch hier die Option auf Ziplining und eine ganz eigene Natur im Nebelregenwald.
Manuel Antonio
Vermutlich der am stärksten frequentierte Nationalpark Costa Ricas, allerdings im Netz auch sehr schön. Hotels gibt es hier viele, diese sind sogar ziemlich bezahlbar.
Drake Bay & Corcovado Nationalpark
Größtenteils noch Urregenwald ist der Corcovado Nationalpark wohl der interessanteste in Costa Rica. Leider ist die Anreise extrem kompliziert – in unserem Fall haben wir uns in die Fahrt in das Kaff Sierpe entschieden, von da geht es zwei Stunden mit dem Boot in die Drake Bay. Ein kleines verschlafenes Nest aus dem man eben in den Nationalpark kommt, aber auch auf die Isla Del Cano.
Die komplette Osa-Halbinsel ist sehr interessant, weshalb wir hier auch den längsten Aufenthalt eingeplant haben. Aras, Faultiere, Schildkröten, Pumas, Wale, Delfine und zig andere Viecher sind hier mit Glück zu sehen.
Die Technik
Ein paar Worte noch zur Technik: die Wahrscheinlichkeit, in Costa Rica _nicht_ nass zu werden liegt bei null Prozent. Regen ist für uns kein Problem, der Mietwagen wird nur Allrad brauchen, da die Straßen nicht immer mitspielen.
Wichtig für uns war immer auch das Fotografieren, weil es aber nass werden kann, werde ich wohl auf mein Samsung NX1-System aus Thailand und Kambodscha verzichten – zu teuer und ohnehin nicht die Brennweite die ich für den Dschungel brauche. Stattdessen kommt eine Panasonic FZ1000 mit, die hatten wir im Krüger dabei und waren zufrieden, dazu ist es deutlich kompakter. Beim Thema Action-Cam bin ich mir immer wieder unsicher, ob es die braucht. Jedenfalls kommen zwei Smartphones mit, aktuell wäre das ein Mate 20 Pro und P20 Pro, wobei ich überlege meinem Galaxy S10 dazu die Chance zu geben und ein P30 Pro Sample für drei Wochen abzufragen, da man hier mit dem Zoom einfach noch einen potenten USP in der Hosentasche hat.
Das ist die Planung bisher, Feedback dazu gerne auf allen Kanälen ;-).