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Quer durch das Land zurück nach Bangkok

Leider war Gestern die Abreise aus Pai angesagt. Fünf Nächte waren wir nun hier. Länger als ursprünglich gedacht, aber wir haben uns ein wenig in Pai verliebt. Mit dem Roller war man hier sicher und unabhängig unterwegs, es gab vielfältige Ausflugsziele und gutes Essen.

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Wir standen also früh auf um alles zu packen und noch in Ruhe frühstücken zu fahren. Zum Abschluss ging es noch einmal in das „661“. Ein letztes Mal das köstliche Baguette, einen Fruchtshake und Kaffee. Noch schnell unseren Roller abgegeben, der uns sehr treue Dienste geleistet hat und ab in den Bus. 762 Kurven und etwa 4 Stunden später waren wir dann wieder in Chiang Mai.

Thailand_Tag2425_1Weiter ging es mit dem Tuktuk zum Bausbahnhof, wo wir uns für eine Fahrt im VIP Bus für 500 Bath pP entschieden. Der Bus sollte dafür Massagesitze, ein Entertainmentsystem und WiFi haben. Letzteres war natürlich dann doch nicht dabei und im Entertainmentsystem waren nur Filme in Thai zu finden, die zudem mieseste Qualität hatten. Es waren meist abgefilmte topaktuelle Kinofilme. Immerhin funktionierten die Massagesitze und man hatte massig Beinfreiheit.

Thailand_Tag2425_2 Da wir um 19.30Uhr losfuhren, war aber auch schon bald schlafen angesagt. Das ging eigentlich ganz gut, außer dass man trotz der ausgeteilten Decken wegen der viel zu kalten Klimaanlage fror und dass mir regelmäßig die Beine einschliefen, weil die Fußstützen an die Körpergröße der Thais angepasst ist. Was mich dann völlig aus der Bahn warf war ein Zwischenstopp an einer Raststätte um etwa 1.30 Uhr Nachts. Hier konnte man sich entweder etwas zu Essen oder ein kaltes Getränk gratis holen. Wer mich kennt, weiß eigentlich, dass ich immer das Essen wählen würde, aber diese Raststätte plättete mich im Halbschlaf so, dass ich mir nur einen Trinkjoghurt holte. Nach den ruhigen Tagen in Pai, überforderten mich die Menschenmenge und das Chaos. Das erste Mal fühlte ich mich hier in Thailand unwohl.
Zurück im Bus schlief ich zum Glück schnell wieder ein und so verging die restliche Fahrt sehr schnell. Gegen halb 6 Uhr kamen wir in Bangkok an und etwa eine Stunde später fanden wir dann auch den richtigen Linienbus, der eigentlich nur 500m entfernt Abfuhr und uns zu unserem Hostel brachte.

Thailand_Tag2425_3 Das „Kama“ hatten wir wieder über TripAdvisor gefunden. Leider saßen wir zunächst gegen kurz vor 8 Uhr vor verschlossen Türen. Die Rezeption war noch geschlossen. Nach einer halben Stunde trudelte dann das Personal ein. Zimmer seien noch frei, aber einchecken dürften wir erst um 14 Uhr. Irgendwie verständlich, aber bei anderen Hotels war das bisher auch nie ein Problem und Service sieht anders aus. Wir ließen uns also das Zimmer zeigen und buchten dann online, auch wenn das dem Mann hinter dem Tresen nicht gefiel. Über Hotels.com bekamen wir einen günstigeren Preis, als er uns anbot. Er versuchte uns dann noch Angst zu machen, dass es ja das letzte Zimmer wäre und wir uns beeilen müssten. Außerdem würde laut ihm das Zimmer 700 Baht kosten, er gäbe uns aber einen Discount auf 660 Baht – den Preis, der im Internet auch ausgeschrieben war. Lächerlich. Keine zwei Minuten später hatten wir das Zimmer für fünf Nächte gebucht.

Wir ließen unsere Rucksäcke im Hotel und machten uns erstmal auf die Suche nach einem Frühstück. Wir waren hier offensichtlich in einer teuren, aber weniger touristischen Gegend gelandet. Außer Straßenständen mit Suppe gab es hier nicht viel. Erst nach etwa 30 Minuten fanden wir so etwas wie ein Fastfoodrestaurant, in dem wir einen Bagel und einen Kaffee bekamen.

Thailand_Tag2425_4Jetzt war es grade mal halb 10 Uhr und wir hatten also noch massig Zeit totzuschlagen. Wir waren sehr müde und entschieden uns daher in den Lumphini-Park zu fahren. Dort angekommen suchten wir uns eine Bank, die nicht grade frisch gestrichen wurde. Was garnicht so einfach war, da gerade hunderte Thailänder(-innen) in weißen Tshirts durch den Park liefen und diesen auf Vordermann brachten. Nach einiger Zeit bekamen wir Besuch von einem Masseur. Für ein Trinkgeld von 200 Baht (vielleicht etwas viel, aber der Mann war gut) ließen wir uns den Kopf und die Schultern lange massieren.

AAS_Kolumne4_9Ich schlief danach auf der Bank ein und Lars fotografierte die im Park lebenden Warane/Echsen/Wasauchimmer. Ziemlich große Biester hier.
Endlich konnten wir uns auf den Rückweg zum Hostel machen. Kaum eingecheckt, standen wir auch schon unter der Dusche. Zwar sind es hier Gemeinschaftsbäder, aber so wünschen wir sie uns für den Rest unserer Reise. Sauber, warmes Wasser, endlich mal wieder richtig vernünftiger Wasserdruck und normale Toiletten, in die man das Klopapier auch rein werfen darf. Man freut sich schon über die kleinen Dinge im Leben. Danach holte Lars noch etwas Schlaf nach, bevor wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Chinatown machten.

Auf der Suche nach der richtigen Gasse sprachen uns drei Thais an, die uns mal wieder erzählen wollten, das Chinatown geschlossen sei und wir uns besser von einem Tuktuk zu einem anderen Foodmarket fahren lassen sollten. Wir glaubten ihnen kein Wort und gingen in die entgegengesetzte Richtung, in die sie zeigten, wo Chinatown normalerweise liegen würde.
So fanden wir es dann auch und es war alles andere als geschlossen.

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Eine riesige Menschenmenge und bunt leuchtende Reklame luden zum schlendern ein. Straßenküchen sind hier auf dem Gehweg, gegangen wird auf der Straße, denn auf den zwei Metern Gehweg sind Küche, Stühle, Spüle und Koch untergebracht.

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Nach hunderten Ständen mit Suppen fanden wir einen größeren Stand in einer Seitengasse, der uns gut gefiel. Als wir ihn danach bei TripAdvisor checkten, stellten wir fest, dass es Platz 50 von über 9000 Essgelegenheiten in Bangkok ist.

Thailand_Tag2425_15So schmeckte es auch. Ich hatte Hähnchen süß-sauer und Lars scharfen Tintenfisch. Zwar etwas teurer, vorallem für einen Straßenstand, aber jeden Baht wert. Wir zahlten 510 Baht für große Portionen mit Reis und 2 große Biere.

Thailand_Tag2425_18 Thailand_Tag2425_17 Thailand_Tag2425_16Gekocht wurde hier von nur einem Koch an 5 Woks. Ein Spektakel dort zu zugucken. Beim nächsten Mal probieren wir hier den frittierten Fisch. Voll gefuttert machten wir uns auf den Rückweg. Wegen des Regens nahmen wir ein Taxi, das uns für 20 Minuten Fahrt 70 Baht kostete. Zwei Tage mit Höhen und Tiefen, aber jetzt sind wir gespannt, was uns in dieser Metropole noch erwartet.

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Ein Kommentar zu “Quer durch das Land zurück nach Bangkok”

  1. Bergischer aus dem Pott

    Mit Freude wieder euren Bericht gelesen. Habe schon viel in Südostasien besucht aber Euer Bericht animiert mich nach vielen Jahren mal wieder hinzufliegen.
    In Bangkok gibt es vom Roten Kreuznnbetrieben die größte Schlangenanlage in Asien. Dort wird Serum in großem Umfang produiert.
    Auch lustig war der Besuch in einem riesigen Restaurant, in dem die Bedienung bedingt durch die Größe des Laden auf Rollschuhen zum Tisch kam und servierte.

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